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Nachweis von Drogenmissbrauch
Juristische und analytische Probleme


Der Ärztliche Leiter des LKH-Univ. Klinikum Graz, Univ.-Doz. Dr. G. Bergmann, und die Organisations-verantwortliche Univ.-Prof. Dr. G. Halwachs-Baumann vom Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik
Der Ärztliche Leiter des LKH-Univ. Klinikum Graz, Univ.-Doz. Dr. G. Bergmann, und die Organisations-verantwortliche Univ.-Prof. Dr. G. Halwachs-Baumann vom Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik
Die Anfang dieses Jahres aufgekommene Diskussion über denNachweis von Drogenmissbrauch im Zusammenhang mit der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit war Anlass für die Themenstellung eines Symposiums, das vom Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik veranstaltet wurde. Ziel war es, auf einer interdisziplinären Ebene die juridischen, therapeutischen und analytischen Probleme des Drogenmissbrauchs aufzuzeigen und zu diskutieren.

Experten aus verschiedensten Bereichen präsentierten ihre Erfahrungen: Univ.-Prof. Dr. Rainer Schmid, AKH Wien, erhält durch sein Engagement beim Projekt „Check-it“, bei dem Sozialarbeiter und Chemiker auf Rave-Partys Designer-Drogen auf ihren Inhalt analysieren, wertvolle Informationen. Diese tragen dazu bei, so manchen Konsumenten vor schweren, vielleicht sogar letalen Folgen zu bewahren.


Das interdisziplinäre Symposium über Probleme des Drogenmissbrauchs war bestens besucht
Das interdisziplinäre Symposium über Probleme des Drogenmissbrauchs war bestens besucht
Dr. Johanna Baldi kennt aus ihrer langjährigen Erfahrung als Chefärztin der Bundespolizeidirektion Graz die praktische Seite der Problematik von Drogen im Straßenverkehr. Aus ihrer Sicht könnte eine bessere Information über Drogen-Schnelltests zu einer Verminderung der Verunsicherung in diesem Bereich führen. Auf langjährige Erfahrung im Bereich Drogenprävention an Schulen und im Bereich „Drogenüberwachung“ in der Justizanstalt Hirtenberg blickt Bez.-Insp. Franz Macheiner, Drogenbeauftragter des Justizministeriums, zurück, der über Probleme aus diesem Umfeld referierte. Die analytischen Probleme in der Gerichtsmedizin beleuchtete Univ.-Prof. Dr. Eduard Leinzinger, Vorstand des Institutes für Gerichtsmedizin an der Karl-Franzens-Universität Graz. Gerade bei gerichtlichen Fragestellungen ist eine genaue Analytik gefordert, um sowohl Tester als auch Getesteten vor falschen Ergebnissen zu schützen, die unter Umständen zu schweren rechtlichen Konsequenzen führen können.


Die Gewächshäuser des Instituts für Botanik der KFU Graz waren ein idealer Veranstaltungsort
Die Gewächshäuser des Instituts für Botanik der KFU Graz waren ein idealer Veranstaltungsort
Erfahrungen mit Drogenmissbrauch aus dem Bereich der Akutmedizin brachte Univ.-Prof. Dr. Gernot Brunner, LKH Universitätsklinikum Graz, ein. Hier geht es vor allem darum, die Ursache einer klinischen Notfallsituation zu erkennen und entsprechende diagnostische und therapeutische Akutmaßnahmen zu setzen. Ein wichtiger Punkt ist weiters die Unterscheidung zwischen therapeutisch und missbräuchlich verwendeten Substanzen. Eine Fragestellung, die auch im abschließenden Referat von Dr. Hans-Jürgen Semmelrock, Chemiker im Bereich des Toxikologie- und Drugmonitoring, Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, aufgegriffen wurde. Er berichtete über analytische Probleme, die im klinischen Routinelabor gelöst werden müssen.
Ein Roundtable-Gespräch bildete vor dem geselligen Teil den offiziellen Abschluss der Veranstaltung.


Univ.-Prof. Dr. Gabriele Halwachs-Baumann,
LKH-Univ.Klinikum Graz






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 Letzte Änderung: 10.09.2003

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