Blick vom Quai du Port über den alten Hafen (Vieux Port) auf das Wahrzeichen der Stadt: Die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Garde
Marseille schmiegt sich um den malerischen alten Hafen (Vieux Port). Hier liegt der Schlüssel zur Atmosphäre dieser Stadt und zu seiner Vergangenheit, und von hier aus muß man Marseille entdecken. Gleich um den Hafen herum liegen die alten Stadtteile von Marseille, die sich halbmondförmig nach allen Seiten bis auf die Kalkhöhen ausbreitet.
Das Altstadtviertel Le Panier
Im alten Hafen gleich hinter dem Quai du Port erstreckt sich hangaufwärts der älteste Stadtteil von Marseille: Le Panier. Hier neben dem teilweise neu erbauten Rathaus (Hotel de Ville) geht die "rote Linie" vorbei. Entlang dieses derart gekennzeichneten Weges geht es bergauf und bergab in das großteils gut sanierte alte Marseille mit seinen kleinen und engen Gäßchen, Läden und Bars. Etwa 2 Stunden dauert dieser Weg in die Vergangenheit, der an dem aus dem 17. Jahrhundert stammenden, wiederaufgebauten Krankenhaus Vieille Charitè, einem Meisterwerk des Architekten Pierre Pugets, vorbeiführt. Dieser geführte Weg endet bei der Touristeninformation am Anfang der La Canbière.
Die Einkaufsstraße La Canebière
An der Stirnseite des Hafens, dem Quai de Belges, beginnt diese berühmteste Einkaufsstraße von Marseille. Ein ehemals prächtiger, alter Boulevard, der mittlerweile wieder interessant zum Bummeln geworden ist. Vor allem die Seitenstraßen, teilweise Fußgängerzonen mit Cafes und Restaurants, sind ein Einkaufsparadies. Hier befinden sich auch die Galeries Lafayette und die Nouvelles Galeries. Der älteste Markt für Krippenfiguren der Provence, der schon 1802 ins Leben gerufen wurde, findet hier auf der Canebière vom 22. November bis zum 1. Jänner statt. Rund 50 Figuren-hersteller bieten hier in kleinen Holzbuden ihre Werke zum Verkauf an.
Wasserspiele und mächtige Steinfiguren schmücken das PalaisLongchamp, hinter dem sich wie eine Oase in der lauten stadt ein großer Park erstreckt.
Zwischen dem Hafenbecken der Joliette (Bassin de la Grande Joliette) und dem aufsteigenden Hügel des Altstadtviertels Le Panier steht mächtig und verkehrs- umtost die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Major
In den beiden Flügeln des im 19. Jahrhundert errichteten Palais Longchamp, am Ende des Boulevard Longchamp, sind 2 Museen untergebracht. Im linken Flügel das Musèe de Beaux-Arts und rechts das Musèe d‘ histoire naturelle
Kathedrale Notre-Dame-de-la-Garde
An der gegenüberliegenden, südlichen Seite des Hafenbeckens sieht man hoch oben das Wahrzeichen der Stadt. Die Kathedrale Notre-Dame-de-la-Garde wurde im 19. Jahrhundert im neoromanischen-byzantinischen Stil anstelle einer alten Wallfahrtskapelle der Schiffer und Seeleute erbaut. An der Spitze des Glockenturms glänzt die vergoldete Statue der Jungfrau "La Bonne Mère". Die Plateaus rund um diese Kathedrale bieten den Besuchern einen herrlichen Panoramablick.
Die Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-la-Garde hat an ihrer Turmspitze eine ver goldete Statue, die Jungfrau "La bonne Merè"
Unzählige Votivbilder schmücken das Innere der im neoromantischen- byzantinischen Stil erbauten Kathedrale Notre-Dame-de-la-Garde
Auf dem Weg dem Hafen entlang aus der Stadt hinaus nach Süden steht dieses mächtige Mahnmal mit einer schönen Aussichtsterasse
Vielfältiges Marseille
Stimmungsvoll ist das kleine Viertel rund um den Cours d‘ Estienne d‘ Orves am südöstlichen Teil des alten Hafens gleich hinter dem Quai de Rive-Neuve. In diesen romantischen kleinen Gassen gibt es gute und auch preiswerte Restaurants und Bars. Marseille hat aber noch mehr zu bieten. Neben dem quirligen Herz rund um den alten Hafen gibt es am Rande der Stadt Naturschutzgebiete mit gut ausgebauten Wanderwegen und ein Meer mit glasklarem Wasser fast vor der Haustür. Im Süden von Marseille finden Badefreudige schöne Sandstrände und in den Calanques (noch weiter südlich) gibt es zwischen steil aufragenden Kalkfelsen herrliche Bademöglichkeiten.
Marseille im Internet: www.marseille-tourisme.com
Text: Dr. Reinhard Sudy Fotos: Hedi Grager & Reinhard Sudy