
Fröhliche Stimmung bei der Eröffnung. Von links: Univ.Prof. R. Winter, VD K. Fankhauser, LR G. Dörflinger, LH W. Klasnic, Klinikvorstand Univ.Prof. W. Urdl (im Hintergrund) und Caritas-Dir. F. Küberl
Auf Initiative des Landes Steiermark wurde in Zusammenarbeit mit der Caritas, der Diözese Graz-Seckau und der Steiermärkischen Krankenanstaltenges.m.b.H die Babyklappe an der Gebärklinik des LKH-Klinikums Graz eingerichtet und im Juni der Öffentlichkeit vorgestellt. Darüber hinaus wird seitens der KAGes in allen Landeskrankenhäusern, die eine geburtshilfliche Abteilung haben, die anonyme Geburt, für die die gesetzlichen und organisatorischen Voraussetzungen durch das Land geschaffen wurden, ermöglicht.
Landeshauptmann Waltraud Klasnic anlässlich des Starts von Babyklappe und anonymer Geburt in der Steiermark: „Dieses Projekt war mir stets ein großes Herzensanliegen. Bereits im November 1994 habe ich mich zu dieser Thematik erstmals zu Wort gemeldet.“

Die Babyklappe: Möglichkeit für Mütter in auswegslos scheinenden Situationen
Klasnic will mit der Einrichtung verhindern, dass Babys von Müttern, die eine Geburt verheimlichen wollen, weggelegt oder gar getötet werden. Man müsse bei einer solchen Handlung stets die Ausnahmesituation der Mutter beachten. Bisher war es so, dass Babys meist keine Überlebenschance hatten, die Mutter das eigene Leben durch eine nicht fachgerechte Entbindung gefährdete und sich dann auch noch strafbar machte, betonte Klasnic. Bei einer von der Caritas eingerichteten Kontaktstelle gibt es Beratungsmöglichkeiten.
Unter der Hotline 0800/ 83 83 83 können sich Frauen, die anonym gebären wollen, informieren.