

Seit nunmehr dreißig Jahren zaubern die Gelben Tanten mit Aufmerksamkeit und viel Geduld tagtäglich ein bisschen Nestwärme in die Krankenbetten der ganz kleinen Patienten. Gertraud Leodolter gehört seit der Geburtsstunde 1976 auch zum Team dieser ehrenamtlichen Helfer.
„Vor 30 Jahren war es noch nicht möglich, die eigenen Kinder während ihres Spitalsaufenthaltes jederzeit zu besuchen oder länger als 60 Minuten zu bleiben", erinnert sich Gertraud Leodolter. Aus diesem Grund organisierte sich 1976 eine Mütterrunde, um neben dem klar definierten Ziel einer Verbesserung bei den Besuchsregelungen vor allem eines sicherzustellen: Zeit zu haben und da zu sein für alle kranken Kinder im Krankenhaus. Damit waren die Gelben Tanten geboren.
Gertraud Leodolter war in ihrer Dienstzeit als Gelbe Tante stets mit vollem Einsatz dabei und nahm ihre Rolle als Zuhörerin und Spielkameradin für die Kinder sehr ernst. „Wir versuchten immer, den kleinen Patienten jene Nestwärme und Geborgenheit zu vermitteln, die ihnen die Stunden ohne die Familie erleichtern", so Gertraud Leodolter, die seit 1983 die Gruppe leitete. Sie hat in diesen Jahren viele schöne, aber auch traurige Momente erlebt. Heute noch steht sie mit vielen ihrer ehemaligen Schützlinge in Kontakt. Nun geht Gertraud Leodolter als Gelbe Tante in den wohlverdienten Ruhestand und will sich künftig voll und ganz ihren Enkelkindern widmen.
Ein herzliches „Vergelt's Gott".
Mag. Simone Pichler,
LKH-Univ.Klinikum Graz