
Die Grazer Univ.-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und das Institut für Zellbiologie, Histologie und Embryologie sind beim EU-Projekt SAFE in ein EU-Netzwerk von 50 Partnern aus 19 Ländern eingebunden.
Das EU-Projekt SAFE (Special non-invasive Advances in Fetal and Neonatal Evaluation) hat unter anderem zum Ziel, neue, nicht-invasive Untersuchungsmethoden zu evaluieren, europaweit zu standardisieren, in die klinische Routine zu implementieren und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Führende Experten der verschiedensten Disziplinen wie Molekularbiologie, Genetik, Geburtshilfe, Bioinformatik, Sozioökonomie, Psychologie und Ethik haben sich dabei zusammengeschlossen, um die praktische und wissenschaftliche Zusammenarbeit auf diesem Spezialgebiet der nicht-invasiven Pränataldiagnostik zu fördern. Dazu gehören auch die Ärzte und Wissenschafter der Grazer Univ.-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie des Instituts für Zellbiologie, Histologie und Embryologie.
Eine zuverlässige und gleichzeitig risikolose Vorsorgeuntersuchung für Schwangere und ihre Babys ist ohne jeglichen größeren Eingriff möglich: Mit Hilfe einer fetalen DNA-Untersuchung, die über das Blut der Mutter möglich ist, könnten zu einem frühen Zeitpunkt bereits verschiedene pränatale Tests durchgeführt werden - Bestimmung des Rhesusfaktors des Ungeborenen aus dem mütterlichen Blut, bei bestimmter Indikation die Geschlechtsbestimmung ab der 8. Schwangerschaftswoche. Die Erforschung und Implementierung routinemäßiger, nicht-invasiver Untersuchungsmethoden für Chromosomenstörungen und Schwangerschaftskomplikationen, wie Präeklampsie und Frühgeburtlichkeit gehören ebenso zu den Arbeitsfeldern dieses Projektes. Andere herkömmliche Untersuchungsmethoden sind risikoreicher - für Mütter und Babys - und schmerzhafter, da es sich um Punktionen handelt.
Weitere Informationen:
Presse-Information der Medizinischen Universität Graz, 13.11.2007
www.medunigraz.at/Aktuelles
www.safenoe.org/news (Englisch)
(19.12.2007)