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Manuelle Triggerpunkt-Therapie


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Viele Schmerzen des Bewegungssystems haben ihren Ursprung direkt in der Muskulatur.
Die Muskulatur als primäre Ursache von Schmerzen und Funktionseinschränkungen wurde lange Zeit vernachlässigt.
Durch Überbelastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel oftmals Zonen, die durch eine Hypoxie (Sauerstoffunterversorgung) charakterisiert sind. Als Folge der Sauerstoffunterversorgung können sich in diesen Gebieten die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen. Diese erkrankten Muskelstellen sind tastbar - sogenannter Triggerpunkt.


Definition Triggerpunkt:

Ein Triggerpunkt ist ein Zentrum erhöhter Reizbarkeit in einem Gewebe, das auf mechanische Stimulation (Druck oder Zug) überempfindlich reagiert - Myofaszialer Triggerpunkt.
Die ausgelösten Symptome können lokal sein; zumeist aber strahlen die Schmerzen aus, manchmal in Körperareale, die vom Ort der Provokation aus weit entfernt lieben (Referred Pain - Übertragene Schmerzphänomene).

Weiters unterscheidet man aktive und latente Triggerpunkte:

Aktiver Triggerpunkt:
Überempfindliche Stelle in einem Gewebe, die bereits in Ruhe und/oder bei physiologischer Belastung/Bewegung ein charakteristisches Schmerzmuster zeigt.

Latenter Triggerpunkt:
Überempfindliche Stelle in einem Gewebe, die in Ruhe und/oder bei physiologischer Belastung/Bewegung nicht spontan schmerzhaft ist. Ein latenter TP ist klinisch stumm.

Äthiologie von Myofaszialen Triggerpunkten:
Akute Überlastung
Chronische Überlastung
Akute Überdehnung
Direktes Trauma

Hauptdiagnosekriterien:
Hartspannstrang
Maximale Druckempfindlichkeit (innerhalb des Hartspannstranges)
Reproduktion der Symptome (durch mechanische Stimulation)

Kontraindikationen:
Frisches Trauma der Muskulatur mit Hämatom (5-7 Tage warten)
Instabile Frakturen und frische Gelenksverletzungen
Lokale oder generalisierte Zirkulationsstörungen (z: B Thrombose)
Koagulationsstörungen, Quick < 20 (ab 25 erlaubt)

Osteoporose
Maligne (bösartige) Tumore
Unkooperative Patienten


Petra Tockner - Physiotherapeutin



Beispiel für Triggerpunkt-Therapie am Musculus supraspinatus

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 Letzte Änderung: 16.03.2009

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