
Medizinische Universitätsklinik, LKH-Univ. Klinikum Graz (© KAGes)
Wenn herkömmliche Strategien zur Gewichtsabnahme bei extrem übergewichtigen Menschen versagen, ist eine Magenbypass Operation oft die letzte Möglichkeit. Dabei wird der Magen verkleinert und die Darmpassage verkürzt. Zwei Drittel aller Patienten, die an Adipositas erkrankt sind, leiden an Diabetes. Ein von der “European Foundation for the study of Diabetes” gefördertes Projekt untersucht zurzeit die Auswirkungen eines Magenbypasses auf die Blutzuckerwerte. Die Mediziner fanden heraus, dass sich bereits kurz nach der Operation die Werte deutlich verbesserten und in einigen Fällen der Diabetes sogar ganz verschwand. Der entscheidende Faktor dafür ist die geänderte Darmpassage der Nahrung. Das hat Auswirkungen auf verschiedene Hormone, die vom Dünndarm nach der Nahrungsaufnahme freigesetzt werden und die Insulinsekretion in der Bauchspeicheldrüse anregen.Das Forscherteam rund um dessen Leiterin Dr. Eva Svehlikova von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Nuklearmedizin am LKH-Univ. Klinikum Graz hofft durch die Ergebnisse neue therapeutische Ansätze für über- und normalgewichtige Diabetiker zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung Med Uni Graz, 26.04.2010)
(09.07.2010)