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Zwei zusätzliche Linearbeschleuniger
Neue Geräte für Bestrahlungstherapien auf höchstem Niveau am LKH-Univ. Klinikum Graz


Im Zuge der Realisierung des Bauvorhabens wurden zur Erfüllung des Versorgungsauftrages für den Raum Steiermark sowie der Sicherstellung des universitären Auftrages für Forschung und Lehre zwei Linearbeschleuniger installiert, die – dem heutigen Stand der Technik entsprechend – Bestrahlungstherapien von Tumoren aller Art auf höchstem Niveau ermöglichen. Die Geräte bieten mit gesamt drei verschiedenen Photonenenergien von sechs MeV bis 18 MeV (Megaelektronenvolt) und acht verschiedenen Elektronenenergien von 6 bis 22 MeV ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Die notwendige Patientenüberwachung während des Bestrahlungsvorganges wird durch mehrere, unabhängige Videokamerasysteme und akustische Gegensprecheinrichtungen sichergestellt.




Linearbeschleuniger mit SGRT-System. (© Thumser/KAGes)
[Bildvergrößerung]Linearbeschleuniger mit SGRT-System. (© Thumser/KAGes)

Ergänzend wurde bei beiden Linearbeschleunigern sowie am bestehenden Planungs-CT ein Oberflächenscansystem installiert, welches alle „state of the art"-Behandlungstechniken bei Photonentherapie ermöglicht. Durch dieses SGRT-System (Surface-Guided-Radiation-Therapy) kann mittels optischer Vermessung der Patientenkonturen und einer kontinuierlichen Überwachung die Position der Patienten erfasst und dadurch eine Optimierung der Positionierungsgenauigkeit erzielt werden. Weiters wurden in der Planung bereits künftige, ergänzende Systeme zur Überwachung der Patientenpositionierung bei stereotaktischen, radiochirurgischen oder radiotherapeutischen Eingriffen berücksichtigt (ExacTrac) und bei der Bauausführung vorbereitend implementiert. Alle Systeme für Bestrahlungsplanung, Bestrahlungstherapie und Patientenpositionierung sind vernetzt und in das bestehende Radioonkologische Klinikinformationssystem (ROKIS) eingebunden und mit den bereits bestehenden Systemen kompatibel.

Ergänzend zu diesen modernsten Linearbeschleunigern wurden auch zugehörige Untersuchungs- bzw. Behandlungsräume errichtet, die bei Bedarf auch für vorbereitende Maßnahmen wie eine Sedierung von kritischen Patienten oder Kindern zur Schmerzlinderung und/oder Ruhigstellung der Patienten während der Bestrahlung dienen. Erwähnenswert ist auch die gewählte Bauart der beiden Bunker, die durch Einbau von besonders massiv ausgebildeten Schiebetüren mit einem Gewicht von je 20 Tonnen die Notwendigkeit eines sogenannten Labyrinths obsolet machen. Das heißt die Zufahrt von schwer gehfähigen und im Krankenbett zu transportierenden Patienten zu den Beschleunigern erfolgt ohne das sonst übliche schlangenlinienförmige Manövrieren direkt, geradlinig und rasch.












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 Letzte Änderung: 04.06.2019

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