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Notfallschulungen für Mitarbeiter der KAGes
Medizinisches Simulations- und Trainingszentrum Steiermark


Die KAGes ist nicht nur eines der größten Gesundheitsunternehmen Österreichs, sie ist auch eine der größten Aus- und Weiterbildungsstätten. Generell kommt dabei beruflicher, postgradueller Weiterbildung immer größere Bedeutung zu. Die medizinische Simulation im Speziellen ist eine moderne didaktische Herangehensweise im Bereich der Personalentwicklung. Mit ihr können seltene Grenzsituationen im geschützten Rahmen trainiert werden.



Role Model für Simulation in Österreich
OP (© Kanizaj)
[Bildvergrößerung]OP (© Kanizaj)

Durch multiprofessionelle Teams aus Experten auf dem Gebiet der medizinischen Simulation wurde ein Meilenstein der postgraduellen Weiterbildung für die Mitarbeiter der KAGes und der Med Uni Graz  gesetzt. Mitarbeiter anderer regionaler Gesundheitseinrichtungen, Vereine, Schulen und private Ausbildungsstätten nehmen unsere Dienstleistungen auf diesem Gebiet auch gerne in Anspruch.

Räumlich großzügig gestaltet, verfügt das Simulationszentrum auf rund 1000 m² und zumindest zwölf separat bespielbaren Trainingsräumen über wichtige Funktionsbereiche wie Notaufnahme und Ambulanz, Operationssaal, Stationsbereich mit Intensiv- und Überwachungsbereich sowie Stationsstützpunkt. Die Trainingsräume sind mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet und sind mit einer speziellen Simulationssoftware gekoppelt. Simulationstrainings können zur Optimierung von Lernerfahrungen live in den beiden Debriefingräumen verfolgt oder im Anschluss als Videoaufzeichnung
nachbesprochen und analysiert werden. Auf diese Weise kann der Lerneffekt und die Qualität des Trainings erhöht werden.

Mit mehr als fünfzig medizinischen Ganzkörpersimulatoren bzw. Part-Task-Simulatoren und moderner Medizintechnik bietet das Simulationszentrum optimale technische Voraussetzungen für komplexe Trainings von Einzelaufgaben bis hin zu konkreten Algorithmen und definierten Szenarien. Am Simulationszentrum der KAGes werden im Rahmen der Aus- und Weiterbildung in guter Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Graz sechs KAGes-weite Programmlinien und mehr als hundert Einzelseminare für alle Berufsgruppen angeboten.




Debriefing-Raum (© Pachernegg)
[Bildvergrößerung]Debriefing-Raum (© Pachernegg)

Das Spektrum reicht von Notfallschulungen nach dem internationalen Format Immediate Life Support, Trainings zu Notfällen in Geburtshilfe und Gynäkologie, über interdisziplinäre Simulationstrainings in Neonatologie und Pädiatrie, Trainings zur Sonderfach-Grundausbildung Anästhesiologie und Intensivmedizin bis hin zur KAGes-Notfallbasisausbildung für Turnusärzte und zum KAGes Notfall-Refresher für systemaktive und nicht-systemaktive Notärzte.

Den fachlichen Lead der KAGes-weiten Programmlinien haben erfahrene Experten in  Führungspositionen aus der KAGes und der Med Uni Graz übernommen. Die Trainingsangebote werden von diesen Fachexperten gemeinsam mit interdisziplinär und fächerübergreifend besetzten Teams konzipiert und laufend evaluiert. Gute Trainings brauchen auch qualifizierte Instruktoren, die fachliche Kompetenz mit Engagement und Begeisterung sowie didaktischen Fähigkeiten in sich vereinen. In Train the Trainer-Ausbildungen erhalten die Instruktoren das notwendige Rüstzeug für den erfolgreichen Unterricht.



Start mit Immediate Life Support (ILS)
Ass.-Prof. Dr. Berthold Petutschnigg. (© Schrotter)
[Bildvergrößerung]Ass.-Prof. Dr. Berthold Petutschnigg. (© Schrotter)

Einer der großen Schwerpunkte 2019 für das Medizinische Simulations- und Trainingszentrum Steiermark ist die Programmlinie Immediate Life Support (ILS). ILS-Kurse sind eintägige Notfalltrainings, die die Mitarbeiter unterstützen sollen, im Falle eines medizinischen Notfalls routiniert und strukturiert vorzugehen. Die KAGes sieht dieses Angebot auch als Steigerung der Ausbildungsqualität und Attraktivierung des Arbeitsplatzes.

Beginnend mit Jänner 2019 werden diese eintägigen Notfalltrainings im ILS-Format nach den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) periodisch angeboten. Mit der Fachkoordination konnte mit Ass.-Prof. Dr. Berthold Petutschnigg der Experte als Fachkoordinator für diese innerklinischen Notfallschulungen gewonnen werden. Als Leiter der Arbeitsgruppe für Notfall- und Katastrophenmedizin am LKH-Univ. Klinikum Graz wurde ihm vom Vorstandsvorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg der inhaltliche Lead für diese Programmlinie der KAGes übertragen.

Seitens des Vorstandes wird erwartet, dass ab 2019 alle Neueinsteiger in der KAGes in medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Berufen eine ILS-Notfallschulung absolvieren. Auch bereits länger im Unternehmen beschäftigte Mitarbeiter können dieses Angebot nutzen. Die Kosten von 305,00 Euro werden 2019 für Mitarbeiter der KAGes zentral übernommen. Um persönliche Anmeldung der Teilnehmer an der gewünschten a:sk-Veranstaltung wird ersucht. Im a:sk Bildungskalender sind für das erste Halbjahr 2019 noch folgende ERC ILS-Kurse verfügbar.


Jeweils Dienstag:




Instruktorenmeeting
Dipl. Ing. Lucas Pflanzl-Knizacek, BSc, MA. (© Thausing)
[Bildvergrößerung]Dipl. Ing. Lucas Pflanzl-Knizacek, BSc, MA. (© Thausing)

Am 23.10.2018 fand ein Instruktorenmeeting im Medizinischen Simulations- und Trainingszentrum statt. Interessierte Mitarbeiter aus der gesamten Steiermark – mit als auch ohne Erfahrung in Wiederbelebung nach European Resuscitation Council (ERC) – nahmen daran teil. Nach einer Einführung zu Notfallmanagement im Krankenhaus durch Ass.-Prof. Dr. Berthold Petutschnigg und Vorstellung der Meilensteine zur Implementierung von Immediate Life Support (ILS) innerhalb der KAGes präsentierte Dipl. Ing. Lucas Pflanzl-Knizacek, BSc, MA als Mitglied des Vorstandes vom Österreichischen Rat für Wiederbelebung (Austrian Resuscitation Council – ARC) die Inhalte des ERC Immediate Life Support sowie die dahinterliegenden medizindidaktischen Konzepte.

Hervorgehoben wurden Besonderheiten, wie beispielsweise die schrittweise Vermittlung von Fertigkeiten, das Debriefing der Szenario-basierten Simulation im Kurs, die Integration nicht-technischer Fertigkeiten, die kontinuierliche Beurteilung während des gesamten Kurses, das Herstellen von Relevanz in Bezug auf den klinischen Alltag als auch die einheitliche Unterrichtsstruktur. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch das Simulationszentrum und einem Einblick in die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten sowie Begutachtung der technischen Ausstattung.

Durch dieses Instruktorenmeeting konnte der Grundstein für den Start der ERC ILS-Kurse gelegt werden. In Verbindung mit einer, jeweils pro Kurs stattfindenden, intensiven Vor- und Nachbereitung der Kursleitung zusammen mit der Faculty, sind die Voraussetzungen für eine KAGes-weite, qualitativ hochwertige Durchführung gegeben.



Pilotkurs zum ILS

Am 11.12.2018 fand im Medizinischen Simulations- und Trainingszentrum Steiermark in Kooperation mit dem ARC (Austrian Resuscitation Council) ein Pilotkurs zum anlaufenden Immediate Life Support-Programms statt. Diese richtungsweisende Veranstaltung bot interessierten Personen die Möglichkeit, einen ILS-Kurs in den Räumen und unter Verwendung der technischen Möglichkeiten des Simulationszentrums zu absolvieren. Die Erfahrungen aus diesem Kurs werden dazu beitragen, die hohe Veranstaltungsqualität noch zu verbessern und für die periodischen ILS-Kurse einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.




Teilnehmer des ILS-Pilotkurses. (© Simulations- und Trainingszentrum Steiermark)
[Bildvergrößerung]Teilnehmer des ILS-Pilotkurses. (© Simulations- und Trainingszentrum Steiermark)


ILS in der Routine angekommen

Die Reanimation und das Erkennen eines akut kritisch kranken Patienten sind die häufigsten Notfälle auf einer Station. Für diese – sowohl für den Patienten als auch für den Erstversorgenden – immer stressreiche Situation gibt es unterschiedliche Regularien diverser Institutionen, um diesen Notfall zu meistern. Der vom European Resuscitation Council (ERC) initiierte Immediate Life Support-Kurs beinhaltet die verständlichsten Algorithmen für diese Szenarien und ist eine europaweit etablierte und zertifizierte Ausbildung, fokussiert auf den innerklinischen Bereich.

Aus diesen Kursen können weitere Instruktoren gewonnen werden, die die Umsetzung dieses österreichweit einzigartigen Vorhabens weiter gewährleisten können. Natürlich sind auch bereits länger im Unternehmen beschäftigte Kollegen, die sich für eine Mitarbeit bei diesem ILS-Programm interessieren, herzlichst eingeladen, selbst einen solchen Kurs zu absolvieren, um im Idealfall auch selbst Instruktor zu werden.

Dieses Kursangebot ist ein Riesenschritt, dass hohe Niveau unserer Krankenversorgung nicht nur zu halten, sondern auch weiter auszubauen. Diese Kurse vermitteln Sicherheit für unsere Kollegen, die tagtäglich mit diesen lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert werden, um nach einheitlichen Abläufen für den Patienten den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.




© Pachernegg
[Bildvergrößerung]© Pachernegg

Mag. Alfred Meißl,
KAGes-Services/PES,
Leitung Simulationszentrum
alfred.meissl@kages.at

 







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 Letzte Änderung: 28.02.2019

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